Geschäft mit den Gebrauchtwagen läuft wieder an
Wer sich dazu entschließt sich einen Gebrauchtwagen zu kaufen, der sollte nun sehr schnell zuschlagen, denn zur Zeit sind auf dem Markt noch Schnäppchen erhältlich. Bis jetzt ist es nur wenige Wochen her, als Experten dazu rieten sich nun einen gebrauchtes Auto zu kaufen. Diese seien zur Zeit so günstig wie nie zuvor und die Preise werden wohl nicht weiter fallen. Damit haben die Experten Recht behalten, da der Markt nach dem absoluten Tief im vergangenen Jahr nun wieder kräftig anzieht. Händler und Hersteller bestätigen, dass das Angebot an günstigen Gebrauchtwagen geringer werden wird und der Preis dafür steigt.
Nachfrage ist gestiegen
Im Krisenjahr 2009 war die Abwrackprämie für die meisten Automobilhersteller und Händler ein wahrer Segen. Doch für das Geschäft mit den Gebrauchtwagen war es ein totales Desaster. Denn niemand wollte sich ein älteres Auto kaufen, da der Staat den Neuwagenkauf schließlich mit 2500 Euro bezuschusst hat. Damit war der Markt praktisch tot. Doch nun erholt er sich wieder und der Absatz der gebrauchten Autos steigt wieder an. Wo die älteren Wagen im vergangenen Jahr für viele Händler ein wahrer Gewinnkiller waren, entwickeln sie sich in diesem Jahr zu einem richtigen Treiber. Zur Zeit sei die Nachfrage sogar so groß, dass viele Händler nicht dazu in der Lage seien diese zu befriedigen. Der Vertriebschef Deutschland bei BMW, Karsten Engel, erklärte, dass sie zur Zeit gar nicht genügend junge Gebrauchtwagen liefern können, wie nachgefragt werden. Auch bei Volkswagen ist laut VW-Manager die Nachfrage so groß, dass sie mit ihrem Angebot stellenweise nicht mehr nachkommen würden.
Preisniveau erreicht noch nicht Niveau von vor der Krise
Für den März dieses Jahres verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 624 000 Besitzerwechsel das heißt eine Ummeldung von Fahrzeugen von Alt- und Neubesitzer. Im Gegensatz dazu waren es im März des vergangenen Jahres noch rund 600 000 und im März 2008 noch 506 000. Selbstverständlich schwankt auch die Kurve bei den Neuzulassungen. Doch was gebrauchte Fahrzeuge angeht steige unterm Strich die Nachfrage wieder an. Bis sie verkauft wurden standen die Fahrzeuge im Krisenjahr circa 122 Tage bei den BMW-Händlern. Zur Zeit sind es nur noch 77 Tage.
Die Preise steigen, weil das Angebot nicht mithalten kann. Zwar sei das Preisniveau von vor der Krise noch nicht wieder erreicht worden, jedoch bewege man sich in die richtige Richtung. Die Preise für die Gebrauchten seien in Großbritannien mittlerweile höher gestiegen als im Jahr 2008. Ebenfalls zeichnet Ford Deutschland ein ähnliches Bild, denn auch hier steige die Nachfrage und auch die Restwerte für Gebrauchtwagen legten auf Jahresbeginn betrachtet um fünf Prozent zu. Das Unternehmen sei dabei zu den normalen Zuständen zurück zu kehren. Bei den Händlern ist das Verhältnis von Neuwagen zu gebrauchten Autos von ein bis 1,5 ganz normal. Dies bedeutet, dass wenn ein Neuwagen verkauft wird, zugleich drei Gebrauchte an Kunden rausgehen.
Erleichternde Nachricht für die Branche
Verständlicherweise ist diese Nachricht für die Branche sehr erleichternd. Laut Prognosen soll das Jahr 2010 ein rabenschwarzes Jahr werden. Nach dem Ablauf der Abwrackprämie sollen rund eine Millionen Neuwagen weniger verkauft werden als im Jahr 2009. Daher ist es umso wichtiger, dass das Geschäft mit den gebrauchten Fahrzeugen läuft.