Die Berechnung der Typklassen

Welche Faktoren in der Kasko – Versicherung genau für die Einstufung in eine Typenklasse ausschlaggebend sind, was eine Rolle spielt, wie sich die Beiträge errechnen und wie sich die Typenklassenumstufung auswirkt, wissen die wenigsten, die sich nicht intensiv damit auseinandergesetzt haben. Doch dieses zu wissen ist nicht nur interessant und lohnenswert, sondern auch sehr hilfreich, damit dieses System besser verstanden werden kann.

Ermittlung auf Basis von Crash – Tests

In der Kasko-Versicherung sind für die Einstufung in die jeweilige Typklasse die Faktoren Reparaturkosten und die Schadenshäufigkeit des jeweiligen Fahrzeugmodells maßgeblich. Für die Einstufung von Neuwagen, die gerade erst auf dem Markt erschienen und verkauft werden, wie zum Beispiel im Autohaus Kadea, wird als Grundlage die zu erwartenden Reparaturkosten auf der Basis von Crash – Tests ermittelt. Diese wurden vom Allianz Zentrum für Technik in der Zusammenarbeit mit den Reparaturforschungszentren weltweit entwickelt.

Statistik als Grundlage

Die Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft bildet die Grundlage für die jährliche Überprüfung der Einstufung. Dies stützt damit nicht auf eine Statistik von einem einzelnen Versicherungsunternehmen. Jedoch kann sich der zu einem Zeitpunkt ermittelte Schadensbedarf eines Fahrzeuges ändern. Zum einen kann dies durch die Reparaturkosten bedingt sein, da diese nicht nur von den Lohnkosten und den Ersatzteilpreisen der jeweiligen Werkstätten abhängt, sondern auch der Beeinflussung durch den Einsatz neuer, kostengünstigerer Reparaturkosten unterliegt. Auch der Wert für die Schadenhäufigkeit unterliegt Wandlungen. Diese sind stark durch das Fahrverhalten der Kunden bestimmt und auch durch Hagelschäden und Glasschäden.

Jährliche Überprüfung

Die Einstufung in Typklassen wird jährlich überprüft, bei dem die statistischen Werte des vorangegangenen Kalenderjahres zugrunde gelegt werden. So muss der Kunde auch nur den Betrag zahlen, der dem aktuellen Schadenbedarf des von ihm gefahrenen Fahrzeugtyp entspricht. Für die Berechnung arbeitet ein unabhängiger Treuhänder mit einer Klassifizierungskommission zusammen, die sowohl aus Vertretern des Kraftfahrt-Bundesamtes als auch GDV besteht. Umstufungen werden häufig notwendig, zeigen die Erfahrungen. Dabei halten sich höhere und niedrigere Einstufungen in etwa die Waage. Am 01.10. eines jeden Jahres erscheint das neue Typenklassenverzeichnis. Wenn sich hier eine Typklasse für einen bestimmten PKW verändert hat, so gilt die höhere oder niedrigere Klasse ab der nächsten Versicherungsperiode.

Eine Umstufung der Typklasse wirkt sich immer auf den Betrag aus, der dann entsprechend höher oder niedriger ist. Durch die ständige Anpassung entsteht eine größere Beitragsgerechtigkeit in der Fahrzeugversicherung. Veröffentlicht wird dieses jährlich im Bundesanzeiger.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 23. April 2010 um 13:36 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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