Die Entstehung des Opel-Konzerns

Die Anfänge des Opel-Konzerns reichen bis in das Jahr 1862 zurück. In diesem Jahr gründete der gerade von einer Gesellenwanderung zurück gekehrte Adam Opel eine Werkstatt, in der Nähmaschinen produziert wurden. In den nachfolgenden Jahren wurden in diesem Werk mit stetig steigendem Erfolg Nähmaschinen hergestellt. Nachdem Firmengründer Adam Opel im Jahr 1895 verstarb, übernahmen seine Witwe und seine fünf Söhne die Leitung des Unternehmens. Die Opel-Brüder entwickelten gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunehmende Begeisterung für Fahrräder und fingen an, diese im Opel-Werk zu produzieren. Im Jahr 1898 wurden von den rund 1.200 Angestellten von Opel neben knapp 25.000 Nähmaschinen zusätzlich nahezu 15.000 Fahrräder gefertigt.

1911 gefährdete ein großer Brand im Opel-Werk die Existenz des Unternehmens. Nachdem die Schäden der Katastrophe beseitigt waren, wurde die Nähmaschinen-Produktion eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt wurden bei Opel ausschließlich Fahrräder und Motorwagen hergestellt. Nach der Einführung der Fließbandproduktion konnte such Opel Automobilhersteller auf dem deutschen Markt in zunehmendem Maße zu etablieren. Schon im Jahr 1928 hatte Opel einen Marktanteil von 44 Prozent im Deutschen Reich. Als die weltweite Wirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre auch den deutschen Automarkt negativ beeinflusste, übernahm das amerikanische Unternehmen General Motors den Opel-Konzern. In der heutigen Zeit ist Opel innerhalb von Europa sowie im nahen Osten die Hauptmarke von GM.

Opel in der heutigen Zeit

Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen Opel auf der ganzen Welt rund 25.100 Mitarbeiter und ist damit einer der größten deutschen Fahrzeughersteller. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte Opel einen Umsatz von rund 15,6 Milliarden Euro. Das Stammwerk und der Sitz des Unternehmens befinden sich in Rüsselsheim. Weitere Werke betreibt Opel daneben in Bochum, Kaiserslautern sowie in der ostdeutschen Stadt Eisenach. Darüber hinaus gibt es innerhalb von Europa insgesamt sechs Werke von GM-Tochterfirmen, welche unter anderem auch Autos für Opel produzieren. Diese Standorte und Werke von GM unterliegen der GM-Tochter General Motors Europe, welche ihren Hauptsitz in Zürich hat. Seit dem 15. Januar 2010 ist Nick Reilly neben seiner Tätigkeit als Chef von General Motors in Europa ebenfalls Vorsitzender der Geschäftsführung bei Opel.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden in Deutschland insgesamt 258.274 neue Fahrzeuge der Marke Opel zugelassen. Somit hatte Opel in diesem Jahr einen Anteil von 8,4 Prozent an den gesamten Neuzulassungen in der Bundesrepublik. Innerhalb der Bundesrepublik kann man in nahezu jeder größeren Stadt Fahrzeuge von Opel kaufen. Wer zum Beispiel nach einem Autohändler von Opel Nürnberg durchsucht, der wird nach kurzer Zeit fündig werden. Von der weltweiten Wirtschaftskrise im Jahr 2009 blieb der Konzern nicht verschont. Im September letzten Jahres wäre der Automobilkonzern beinahe an den Zulieferer Magna verkauft worden. Wenige Wochen später entschied sich General Motors jedoch gegen den geplanten Verkauf.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 22. Juni 2010 um 17:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Keine Kommentare bisher • RSS-Feed für KommentareTrackBack URI
Hinterlasse deinen Kommentar!
Einen Kommentar hinterlassen